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Zwischen Mühlbach und Rosenau: Pächter erhebt Einspruch

Innstadt: Stadt darf Radweg nicht verbreitern

Die Innstädter wünschen sich seit langem einen breiteren Radweg. Die Stadt wollte zumindest auf ein paar Metern Abhilfe schaffen - und darf nicht.

veröffentlicht von Susanne Wax am 07.02.2012 09:00 Uhr im Ressort Politik

Darüber informierte Oberbürgermeister Jürgen Dupper die Innstädter bei einem gemeinsamen Gespräch. So eines führt der OB seit 2008 ein Mal im Jahr mit den Anhängern der Bürgerinitiative „Lebenswerte Innstadt“. Vergangene Woche nun teilte er ihnen unter anderem die Absage der Bayerischen Regionaleisenbahn (BRE) in Sachen Radweg mit: Die Stadt darf die Geländer nicht versetzen.

Der schon lange gewünschte Geh- und Radweg entlang der Bahngleise wurde ausführlich diskutiert. Die Stadt wollte ihn auf eigene Faust verbreitern, in etwa im Bereich zwüschen Mühlbach und Rosenau. Doch macht ihr der Pächter der Bahngleise, die BRE, einen Strich durch die Rechnung: Erst kürzlich sei der Stadt untersagt worden, das Geländer zu versetzen. "Die Stadt lässt diese Haltung derzeit juristisch überprüfen", sagte der OB.


Der schmale Geh- und Radweg unterhalb der Innstadt-Häuser, daneben ein Geländer und irgendwo im Wildwuchs die Bahngleise: Diese Situation stört Stadträte, Stadtverwaltung und Passauer Bürger.

Im November letzten Jahres war der Weg entlang der Innstadt Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Im Bereich Mühlbach bis Rosenau wollte man ihn verbreitern, auf entsprechende Schreiben hatte die BRE bis dahin nicht reagiert. In dem Brief wurde über das Vorhaben, die Geländer zu entfernen, informiert, mit der Bitte, bei Einspruch Bescheid zu geben. "Bis jetzt haben wir keine Antwort", sagte Dupper im November. "Wir gehen also davon aus, dass der Besitzer einverstanden ist." Leider ist er es doch nicht.

Ein Tunnel in die Innstadt?


Weiteres Thema beim Treffen der Innstädter mit dem OB: natürlich, die Verkehrsanbindung. Im Herbst hatte die Bürgerinitiative den Bau eines Tunnels in die Innstadt vorgeschlagen. Die Verwaltung hat diese Idee im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans berücksichtigt, kam aber zu keinem positiven Ergebnis. Verkehrsplaner Michael Brockelt, Baureferent Wolfgang Seiderer und Ordnungsreferent Josef Zacher erläuterten den BI-Vertretern das Ergebnis der Prüfungen. Demnach sei es aufgrund der räumlichen Situation nahezu unmöglich, eine Tunnelanbindung im Bereich Ludwigsplatz, Nikolastraße oder des Karolinenplatzes baulich zu realisieren, da ein Höhenunterschied von ca. 25 Metern bewältigt werden müsse. Außerdem wäre neben einer Tunneleinfahrt der weiterhin notwendige Verkehr zur Gottfried-Schäffer-Straße nicht zu bewältigen. Anhand einer Studie aus Regensburg wurde den Bürgerinitiativenvertretern vorgestellt, dass die Kosten für eine Tunnellösung je nach Bauausführung und Länge bis zu 150 Millionen Euro betragen würden. Auf Grund der technisch außergewöhnlichen Herausforderungen sowie der möglichen Investitionskosten im dreistelligen Millionenbereich wird diese Tunnelvariante im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans nicht vorgeschlagen.

Lederergasse und Jahnstraße bleiben einspurig


Ein Aspekt aus der Lederergasse und Jahnstraße: Hier sind sowohl die Stadt als auch die Bürger zufrieden mit der Einahnregelung. Durch die Jahnstraße in die eine Richtung, über die Lederergasse zurück: So soll es auch weiterhin bleiben.

Foto: Archiv Wax


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Jürgen Dupper , Ludwigsplatz , lokalnews , Mühlbach , Radweg , Nikolastraße , Wolfgang Seiderer , Lederergasse, Innstadt, Marienbrücke , Inn, Passau, Stadt

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