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Jugend forscht: Regionalentscheid in Passau

Am 3. und 4. März fand an der Universität Passau der 26. Regionalentscheid von Jugend forscht und Schüler experimentieren statt. 221 Teilnehmer präsentierten ihre 119 Projekte vor der Öffentlichkeit und der Jury. Am heutigen Freitagnachmittag fand schließlich die Preisverleihung im Audimax der Universität Passau statt.

veröffentlicht von Andrea Bogensperger am 04.03.2011 21:11 Uhr im Ressort Wirtschaft

Wettbewerbsleiter Dr. Andreas Kämmerer betonte die Wichtigkeit des Wettbewerbs für die „Jungforscherinnen und Jungforscher“ hinsichtlich ihrer beruflichen Orientierung. Er unterstrich, wie wichtig es für Jugendliche sei, sich im Zeitalter der Castingshows realistische Ziele zu setzen, und nicht wie viele Gleichaltrige der Teilnehmer darauf zu hoffen, einmal ein Leben als Superstar zu führen. Die Nachwuchswissenschaftler sollten sich an ihrer geleisteten Arbeit erfreuen können. Hein bemängelte, dass die Erfolge von Teilnehmern bei Wettbewerben wie Jugend forscht dazu missbraucht würden, etwa über fehlgeleitete Schulreformen hinwegzutäuschen.

Ein interessanter Programmpunkt des Nachmittags war der Gastvortrag von Prof. Dr. Karl O. Stetter. Der Regensburger Professor verstand es, alltagsnah und mit viel Humor und Charme, sowohl den Teilnehmern des Wettbewerbs als auch den anderen anwesenden Gästen seine Forschungsergebnisse zu präsentieren. Stetter hatte sich in der Vergangenheit mit Mikroorganismen beschäftigt, die unter extremen Bedingungen, etwa Temperaturen über 100°C, überleben können.

Höhepunkt der Feierlichkeiten waren dann natürlich die Preisverleihungen an die jeweils Erstplatzierten des Wettbewerbs.

Die diesjährigen Schüler experimentieren-Sieger in den unterschiedlichen Bereichen sind:

Alexander Neiß, Samuel Dammer und Julian Dammer (Fachgebiet Arbeitswelt) mit dem Thema: „Abdeckung für Solar- und Photovoltaikanlagen“. Im Bereich Geo- und Raumwissenschaften gewannen Johannes Straubinger, Kurt Basler und Jürgen Aigner mit ihrem Projekt zu Bodenprofiluntersuchungen. Alexander Kastenmeyer und Tamara Scherer konnten sich im Gebiet Mathematik/Informatik mit der Untersuchung von unendlich periodischen Dezimalbrüchen gegen die Konkurrenten durchsetzen. Sieger im Fachgebiet Physik sind Paul Huslage und Jeremias Jäger, die Untersuchungen zur Strahlenbelastungen beim Mobiltelefonieren anstellten. Unter den Technikern kann sich Andreas Huber mit seinem Projekt „Pflanzenschutz mit Windkraft“ über den Sieg freuen.

In der Jugend forscht-Sparte des Wettbewerbs für die 14- bis 21-Jährigen gewannen folgende Nachwuchswissenschaftler:

Im Bereich Arbeitswelt gewann Johannes Krenn vom Leopoldinum in Passau mit einer Untersuchung zur Rentabilität von Energiesparlampen, Glühbirnen und LED-Lampen. Mit dem Projekt „Verführung durch Algen?“, bei dem Nina Spieler aus Bogen die Verwendungsmöglichkeiten von Farbstoffen aus Algen für die Kosmetikindustrie untersuchte, erlangte diese unter den Biologen den ersten Platz. Der Student Benjamin Hanrieder überzeugte im Gebiet der Geo- und Raumwissenschaften mit der Entwicklung des Programms ObjectScape, das Videos mit echten 3-D-Objekten erstellen kann. Unter den Teilnehmern im Bereich Physik gab es gleich zwei erste Plätze: Valentin Armeres, der einen elektromagnetischen Massebeschleuniger entwickelte, und Nicolas Blum mit seinen Untersuchungen zur Flüssigchromatographie. Gerald Zahlheimer aus Passau wurde im Fachgebiet Technik mit einem Lagestabilisierungssystem für Tauchroboter mit dem ersten Platz geehrt. Und mit seinem Projekt zu Kupferhalogeniden erlangte Severin Kämmerer aus Waldkirchen den Sieg im Bereich Chemie.

Viele weitere Teilnehmer aus beiden Altersgruppen erhielten zudem Sonderpreise z. B. der Stadt Passau und der Universität, sowie Praktikumsplätze in verschiedenen Passauer Firmen und Einrichtungen wie MICRO-EPSILON.

Als besonders engagierte Schulen wurden das Gymnasium Freyung, das Karl-von-Closen Gymnasium Eggenfelden, das Maristengymnasium Fürstenzell, das Passauer Leopoldinum und das Vilshofener Gymnasium ausgezeichnet.



Die Nachwuchsforscher unserer Region werden von 5.-7. April in Würzburg gegen die jeweiligen Gewinner der anderen bayerischen Regierungsbezirke antreten. Der Bundesentscheid wird von 19.-22. Mai dann in Kiel stattfinden.

Jugend forscht auf einen Blick:

Die 1965 gegründete Organisation fördert besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, um die Jugendlichen auch über den Wettbewerb hinaus in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Teilnehmen können Schüler bis 21 Jahre, unter 14-Jährige treten in der Wettbewerbssparte Schüler experimentieren an. Jährlich werden Geld-, Sach- und Sonderpreise, etwa Praktika und Forschungsaufenthalte im Wer t von über 90.000 Euro an die Nachwuchsforscher vergeben.




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