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Kirche verbucht höhere Kirchensteuereinnahmen

Haushalt der Diözese: 88,7 Millionen Euro für 2012

Auch dem Kirchen-Haushalt kommt die positive Wirtschaftsentwicklung des letzten Jahres zugute: Für 2012 hat die Diözese Passau 88,7 Millionen Euro zur Verfügung.

veröffentlicht von Esther Mischkowski am 14.02.2012 15:05 Uhr im Ressort Wirtschaft

Nachdem die Haushaltslage in den vergangenen Jahren eher angespannt war, kann sich das Bistum Passau im laufenden Haushaltsjahr über etwas meher Spielraum freuen: Der ausgeglichene Bistumshauhalt für 2012 beträgt insgesamt 88,7 Millionen Euro, so teilte heute die Bischöfliche Pressestelle mit.

Woher kommen die gestiegenen Geldmittel? Die erwarteten Kirchensteuereinnahmen liegen mit 70,4 Millionen Euro (79,4 Prozent) um 5,7 Millionen Euro über dem Vorjahr. Dazu kommen die Kostenerstattung des Staates mit 5,8 Millionen Euro (6,5 Prozent), interne Erstattungen, Mieteinnahmen und Umsatzerlöse mit 7,6 Mio. Millionen Euro (8,6 Prozent) sowie ein Zuschuss finanzstärkerer Bistümer in Höhe von derzeit 4,9 Millionen Euro (5,5 Prozent).

Ziel: Den Bayerwald stärken


Bei der Verwendung der Mittel legt das Bistum heuer wie bereits im vergangenen Jahr besonders Wert auf den Bayerwald: Um den Menschen dort Zukunft ermöglichen und dafür zu sorgen, dass Familien bleiben, werden Bildungseinrichtungen und Kindertagesstätten in den Blick genommen. Aber auch Gemeinschaftsprojekte mit den Gemeinden sollen realisiert werden, beispielsweise in Begegnungsstätten umgebaute Schulgebäude.

Auch der Bauhaushalt wurde erstmals wieder erhöht. „Wir wollen ein möglichst starker und verlässlicher Partner für das Handwerk und den Mittelstand sein“, erklärt Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner. Gleichzeitig ist die Diözese selbst ein großer Arbeitgeber in der Region, und weil tarifliche Steigerungen bei den Personalkosten zu erwarten sind, muss der Finanzdirektor die aktuell gestiegenen Einnahmen zum Teil dort bereits wieder einsetzen. „Mittel- und langfristig müssen wir bei sinkenden Einnahmen und steigenden Kosten natürlich Einsparpotentiale ausloten“ gibt sich Dr. Sonnleitner realistisch.

Erheblich sind die Investitionen im Bausektor erhöht worden: Für 2012 sind über 15 Millionen Euro für Maßnahmen in den Pfarreien vom Gotteshaus bis zum Pfarr- und Jugendheim sowie für sonstige Stiftungsgebäude eingeplant. „Nach Jahren der Zurückhaltung können wir der heimischen Wirtschaft wieder große Projekte anbieten“, freut sich Dr. Sonnleitner und verweist auf bevorstehende Renovierungsmaßnahmen etwa in Aldersbach, Bad Birnbach oder Feichten.

Die Ausgaben 2012 im Überblick:

Seelsorge : 36,6 Millionen Euro
Soziale Dienste : 7,2 Millionen Euro
Kategorische Seelsorge : 8,7 Millionen Euro
Bildung : 12,6 Millionen Euro
Zentrale Dienste und Einrichtungen : 10,2 Millionen Euro
Überdiözesane Projekte : 4,1 Millionen Euro
Gebäudehaushalt und Versorgungsleistungen : 9,3 Millionen Euro
_______________________
Ingesamt: 88,7 Millionen Euro


Foto: Archiv lokalnews


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Bistum Passau , Kirchensteuer , Dr. Josef Sonnleitner , Bischof Wilhelm Schraml , Schulen, Fortbildung, Passau, Bischof

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