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Centermanagerin: "Fläche wird umstrukturiert"

Die vergessene Donau Passage?

Nun ist die Norma da, doch der größte Rest ist weiterhin leer. Wie geht es weiter mit der Donau Passage? Auskunft dazu gibt es wenig.

veröffentlicht von Susanne Wax am 26.04.2011 14:58 Uhr im Ressort Wirtschaft

Passaus mittlerweile ältestes Einkaufscenter (Eröffnung 1988) ist in die Jahre gekommen. Seit Jahren ist Leerstand ein Problem, seit Jahren ziehen immer mehr Läden ab. Seit Jahren hört man: jetzt kommt eine Disco rein, jetzt doch ein großer Einkaufsmarkt. Ein solcher ist seit kurzem auch tatsächlich dort: Die Norma ist eingezogen. Doch nebenan und rund herum prangen Schildern in leeren Schaufenstern: "Ladenfläche zu vermieten!"

Centermanagerin Gerlinde Schneidhuber antwortet vorsichtig auf Fragen zur Situation in der Donau Passage. Nicht unfreundlich, aber widerwillig. "Die Ladenflächen werden umstrukturiert", erklärt sie, Genaueres kann sie aber nicht sagen. Es gebe Verhandlungen mit einem Großmieter, sagt sie weiter: "Und die dauern an." Mehr erfährt man nicht, nur, dass es mit der aktiven Bewerbung der kleineren Flächen erst dann weitergehen könne, wenn eben dieser Großhändler zu- oder abgesagt habe. Denn ob die Läden in ihren bisherigen Größe und damit in ihrer Anzahl bleiben, auch das sei offen.




Der Springbrunnen an der Rolltreppe plätschert dahin wie eh und je, am vorderen Eingang ist ein Gewinn-Stand samt zu gewinnendem Auto aufgestellt, im mittleren Bereich hat sich ein Portrait-Zeichner angesiedelt. Nur von früherer Geschäftigkeit und gemütlicher Bummlerei fehlt jede Spur. Ein Taschenladen unten, ein Baby-Ausstatter oben, im äußeren Bereich gegenüber des Bahnhofsgebäudes ein Cafe, ein Reisebüro, ein Kinder-Bällebad und ein Nagelstudio: Das ist alles. Einige Leute gehen schnellen Schrittes durch die Passage, eilen in Richtung Kassenautomat: Sie haben ihr Auto im Parkhaus der Donau Passage abgestellt. Andere gehen gezielt zur Norma. Die, so sagt Gerlinde Schneidhuber, "läuft sehr gut". Ein bisschen neues Leben im scheinbar vergessenen Einkaufstrakt.


"Verhandlungen laufen im Stillen"


Warum es so schwer ist, die Donau Passage neu zu beleben: Dazu sagt Schneidhuber nicht viel. "Eigentlich ist das gar nicht so schwer", meint sie. Warum man davon nichts merkt? "Weil das mehr im Hintergrund läuft. Dem Investor ist es lieber, Verhandlungen verlaufen im Stillen. Sie wollen nach außen bewusst nichts kommunizieren. Erst dann, wenn es ein Ergebnis gibt."

Seit 2010 läuft die Insolvenz der Donau Passage. Auch zu deren Stand und dazu, wie deren Abwicklung und das gleichzeitige Bemühen um neue Mieter sich vereinbaren lassen, antwortet Gerlidne Schneidhuber zögerlich: "Das versteht keiner, der es nicht genau weiß." Außerdem sei sie mit den Vermietungen nicht mehr betraut, "das regeln andere". Zwar träfen sich die verschiedenen Seiten zum verhandeln bei ihr, "ich bin schon involviert, aber zuständig sind andere."


"Das wird wieder. Aber heuer nicht mehr."


Das mit dem Leerstand, das sei halt jetzt so: "Das wird wieder. Aber heuer nicht mehr, so viel kann ich sagen." Doch hört man auch heraus, dass die Passage ihr, die sie von Anfang an deren Managerin war, am Herzen liegt. "Die Passauer würden sich sicher freuen, wenn hier wieder mehr Leben wäre. Auch den Nachbarläden würde es gut tun", sagt Gerlinde Schneidhuber.

Vergessen dürfe man aber nicht, dass die Donau Passage nicht nur Einkaufen bedeute: "Es gibt hier auch das Hotel, Wohnungen und Büros. Und da gibt es keine Probleme."


Fotos: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Gschichten, Passauer Wirtschaft
Schlagwörter & Themen:
Bahnhof , Insolvenz , Donau-Passage

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