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Die Skigebiete-Test-Macher starten auch im Sommer durchDiese Jungs verdienen Geld mit SkifahrenEigentlich wollten sie die Theorie aus dem Studium ausprobieren. Heute leiten sie Deutschlands größtes Wintersportportal. Und dabei haben sie nur gemacht, was sie am liebsten tun: Skifahren. | |  |
2004, da war er noch Student an der Uni Passau, programmierte der gebürtige Waldkirchner Martin Bauer mit seinem Spezi Benjamin Kern mehr aus der Gaudi heraus die Seite und meldeten sich bei verschiedenen Skigebieten zum Test an. Das Feedback war so gut, dass sie auch gleich mit Liftkarten unterstützt wurden. 40 Skigebiete wurden allein im ersten Winter abgefahren.
Cardrona Rock Die Liftkarten bekommen die Tester heute noch, ansonsten lassen sie sich von den Skigebieten aber nicht hofieren. „Wir sind nicht käuflich“, sagt Martin. Unabhängige Testberichte sind schließlich das Kapital der Firma, das sagt auch der Name der Homepage: Skigebiete-Test.de. Ansonsten hat sich aber einiges geändert.
Umzug: Vom Wohnzimmer in ein "richtiges" Büro
Benjamin ist mittlerweile nur noch nebenbei im Team, dafür gehören Bernhard Kühbeck und Thomas Oberleitner zur Geschäftsführung. Bernhard stammt aus Winzer, Thomas aus dem Chiemgau. Auch sie haben in Passau Informatik studiert. 2006 sind sie dazu gestoßen und haben erstmal das Layout überarbeitet. Mittlerweile ist die vierte Version der Seite online.
St. Anton Neuerungen gibt es jedes Jahr. 2010, in dem Jahr, als Skigebiete-Test die Konkurrenz überholte und zum größten Portal Deutschlands wurde, ist das Unternehmen von Martins Wohnzimmer in ein richtiges Büro in der Großen Klingergasse umgezogen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Heute verbringen Martin Bauer, Bernhard Kühbeck und Thomas Oberleitner die meiste Zeit im Büro. Klar testen sie auch noch manchmal Skigebiete. „Das verknüpfen wir dann aber meistens mit unserem Urlaub“, sagt Thomas. In diesem Winter war er zum Beispiel mit Bernhard in Kanada unterwegs. „Wir picken uns die Schmankerl raus“, ergänzt der.
Entscheidung am Kitzsteinhorn
Ein halbes Jahr vor Abgabe ihrer Diplomarbeit haben Martin und Thomas beschlossen, das Projekt zu ihrem Hauptberuf zu machen – Die Entscheidung fiel am Kitzsteinhorn. Beim Skifahren, wo sonst.
Cardrona Valley Mittlerweile arbeiten zwölf Mitarbeiter an Skigebiete-Test.de und der englischen Version Skiresorts-Test.com. Auch zwei weibliche Köpfe sind in leitenden Funktionen beschäftigt: Sonja Kämmler kümmert sich um das Marketing, Andrea Berger leitet die Abteilungen Service und Buchhaltung. Klar, auch sie müssen ab und an mit zum Skifahren. Ist das eigentlich Einstellungsvoraussetzung? Dass man gut Skifahren kann? „Nein“, sagt Sonja und lacht, „ich selber bin auch alles andere als ein Profi. Das kommt mit der Zeit. Ein bisschen auskennen sollte man sich allerdings schon.“
Natürlich geht der Service auf der Seite nach sechs Jahren auch schon weit über die Testberichte hinaus. Ein Highlight: Der Skigebiete-Konfigurator. Da kann der User nach verschiedenen Kriterien eingeben, was ihm wichtig ist. Anhand dieser Auswahl erhält er eine Liste von Skigebieten nach seinem Geschmack.
Ein Sommerprojekt ist schon in Arbeit
Und nochmal Zermatt Außerdem gibt es eine Unterkunftsdatenbank, Bilder von über 2000 Webcams aus elf Ländern, Berichte von Events rund um den Wintersport und einen Skiverleih-Service. Natürlich auch mit dabei: Wetterberichte und Schneehöhen. Seit 2009 gibt es auch den Skiwetter-Score. In den fließen über 100 Wetter- und Schneedaten ein, die dann in eine Skala von 1 bis 10 umgerechnet werden. Wenn also ein Score von 10 Punkten vorausgesagt wird, dann ist in den nächsten Tagen optimale Pisten und Sonnenschein garantiert sind. Bei einem Wert unter 3 sollte man sich dann den Skiausflug vielleicht doch nochmal überlegen.
Da der Skiwetter-Score in meisten Regionen langsam gegen Null geht: Was macht das Team denn im Sommer? Vor allem steht da die Arbeit auf dem Plan, die im Winter liegen bleibt. Marketing und das Programmieren und Optimieren neuer Funktionen. Im Moment arbeiten die Jungs auch an einem Sommerangebot. Da wird dann allerdings nicht getestet. Es soll eher ein allgemeines, interaktives Outdoor-Portal werden. Mehr wird noch nicht verraten. Der Launch ist für 2012 geplant. Weiterführende Links zum Thema: - Hier geht's direkt zur Homepage
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